Graues Rauschen

Graues Rauschen ist für mich eine der unterschätztesten Frequenzen überhaupt — obwohl es eigentlich gar keine einzelne Frequenz ist, sondern ein gleichmäßiges Spektrum aller hörbaren Frequenzen. Der Unterschied zu weißem Rauschen liegt in der Verteilung: Bei grauem Rauschen werden die Frequenzen so angepasst, dass unser Gehör sie als gleichmäßig wahrnimmt — eine Art akustischer Ausgleich für unsere natürliche Hörcharakteristik. Ich nutze es hauptsächlich zum Fokussieren und Maskieren störender Geräusche, weil es weniger aggressiv klingt als weißes Rauschen. Die Wissenschaft dahinter ist simpel: Unser Gehirn filtert konstante, vorhersagbare Geräusche nach kurzer Zeit aus — dadurch können sich ablenkende Umgebungsgeräusche nicht mehr durchsetzen. Bei mir funktioniert das besonders gut beim Schreiben oder in lauter Umgebung. Aber warum reagiert unser Gehirn eigentlich so unterschiedlich auf verschiedene Rauscharten?